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Promille im Blut – Promillegehalt

Promille im Blut! Das ist wichtig in Bezug auf Alkohol und Drogen am Steuer!
Unterwegs mit Alkohol im Blut ist eine große Gefahr, auch wenn man der Meinung ist, man hätte keine Ausfälle.
Definitiv falsche Wahrnehmung! Hier die klassischen Folgen von Alkohol im Straßenverkehr, selbstverständlich je mehr im Blut, desto höher die Auswirkungen:

verlängerte Reaktionen bei Promille im Blut
gestörte Bewegungsabläufe
unkontrollierbarer Gleichgewichtssinn
eingeengtes Blickfeld
Wahrnehmungsstörung in Bezug auf Rotlichter
Lichtempfindlichkeit
Einschränkung der räumlichen Wahrnehmung
Eingeschränktes Sehen zwischen Fern- und Nahsicht

Durch die Einnahme von Drogen wird auch hier die Fahrtüchtigkeit bestimmt. Bei den sogenannten weichen Drogen
(unter anderem: Cannabisprodukte, Haschisch und Marihuana) sind die Ausfallerscheinungen den Alkoholfahrten
gleich zu setzen. Nach der Einnahme von sogenannten harten Drogen (Speed, Ecstasy, Heroin) häufen sich Schwindel, Orientierungslosigkeit und unter Umständen Halluzinationen. Demnach können Drogen, sowie Alkohol schwere Folgen im Straßenverkehr auslösen.

Promille im Blut

Ab einer 0,3 Promillegrenze werden Geldstrafen fällig.
Hier zählt der Einzelfall.

Aktuell folgende Promillegrenzen aus dem Bußgeldkatalog:

Die 0 Promille-Grenze gilt für Fahranfänger innerhalb von zwei Jahren ab Erwerb des Führerscheins, bis zur
Vollendung des 21. Lebensjahres.

Bis zur Promillegrenze von 0,5 gehen Sie straffrei aus. Dies gilt aber nur, wenn Sie keinen Fahrfehler begangen haben.

Bereits bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 bis 1,09 Promille gilt man als fahruntüchtig.

Eine Ordnungswidrigkeit gilt ab 0,5 Promille. Verursachen Sie einen Unfall oder bestehen Ausfallerscheinungen, machen Sie sich strafbar.

Ab 1,10 Promille, geht man von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus, selbst wenn keine Ausfallerscheinungen sichtbar sind und auch kein Unfall verursacht wurde. Das Überschreiten dieser Promillegrenze ist eine Straftat.

Nachstehend die zu erwartenden Strafen bei Alkohol am Steuer.Promille im Blut.

Schwierig zu durchschauen ist, welche Strafen bei Alkoholkonsum am Steuer anstehen. Je schwerer das Vergehen, desto
stärker die Ausprägung der Sanktionen.

Bußgeld gemäß des Bußgeldkatalogs für Alkohol am Steuer
Freiheitsstrafe
Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg
Fahrverbot
Führerscheinentzug
Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, MPU

In Deutschland unterscheiden sich drei Fälle bzgl. des Alkoholkonsums im Straßenverkehr, die im Bußgeldkatalog
katalogisiert sind. Alkoholisiertes Fahren bei dem keine Ausfallerscheinungen zu Tage kommen, werden mit leichten
Strafen belegt. Fahruntüchtigkeit oder das Verursachen eines Unfalls mit Alkoholeinfluss, da kommen härtere Strafen als Sanktionen auf den Verursacher zu.

Bußgeld für Autofahrer mit Alkohol im Blut

Je nach Vergehen gelten laut Bußgeldkatalog unterschiedliche Sanktionen. Die effektive Höhe des Bußgeldes hängt vom Alkoholgehalt im Blut ab, dazu kommt noch die Tatsache, ob jemand Ersttäter war oder gar Wiederholungstäter. Auch die Tatsache, ob man in einen Unfall verwickelt war oder einen Fahrfehler begangen hat, spielt eine große Rolle.

Fahrverbot bei Alkohol am Steuer

Der Bußgeldkatalog sieht bei schweren Vergehen unter anderem ein Fahrverbot vor. Dazu wird der Führerschein eingezogen, ohne weitere Formalitäten erhält man ihn nach dem entsprechenden Zeitraum wieder zurück. Der entsprechende Führerscheinentzug findet statt, wenn ein Alkoholtest in der Spanne von 0,5 Promille bis 1,09 Promille festgestellt wird. Falls sie geblitzt oder anderweitig erwischt wurden wird der Führerschein nur für einen Monat eingezogen. Im wiederholten Fall sieht die Sanktion anders aus und man muss mit einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen.

Der Führerscheinentzug als Strafe bei Alkohol im Blut

Falls der Führerscheinentzug entzogen wird, kann erst nach Ablauf der Sperrfrist ein Antrag neu erteilt werden.
Dies ist eine sehr gravierende Maßnahme. Das Gericht entscheidet, wie lange die Frist gilt, in der der Führerschein
entzogen wird. Diese Frist kann für sechs Monate gelten, allerdings auch bis zu fünf Jahren, wie auch ein lebenslänglicher Entzug. Bei schweren Vergehen wird die Anordnung der Teilnahme an einer MPU erteilt.
Ab der Promille 1,1 wird der Führerscheinentzug angeordnet. Wenn nur eine 0,3 Promille bei einem Unfall festgestellt wird, droht auch hier der Entzug des Führerscheins und das mindestens für sechs Monate. Je mehr Alkohol im Blut festgestellt wird, desto höher erfolgt der Führerscheinentzug. An der Promilleangabe von 2,0 kann man mit einem Entzug von achtzehn Monaten rechnen.

Drogen im Straßenverkehr

Wenn ein unter Drogen stehender Verkehrsteilnehmer erwischt wird, hat er eine Straftat im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes begangen, sogleich auch eine verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeit.

Mit welchen Sanktionen in diesem Fall zu rechnen ist, ist ähnlich zu sehen wie bei Alkoholfahrten.

Drogen am Steuer Bußgeld Punkte Fahrverbot
Das erste Mal 500 € 2 Punkte 1 Monat
Das zweite Mal 1.000 € 2 Punkte 3 Monate
Das dritte Mal 1.500 € 2 Punkte 3 Monate

Wenn es zu einer Gefährdung unter Drogen im Verkehr kommt, handelt es sich dabei um eine Straftat. Festgelegt wird, ob eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe droht. Drei Punkte in die Verkehrssünderkartei bzw. in das Verkehrszentralregister und die Entziehung des Führerscheins für mindestens sechs Monate sind sicher.

Bei Drogen im Straßenverkehr gibt es keine Grenzwerte wie es bei Promillegrenzen gilt. Der Besitz von Cannabis, Kokain oder LSD und dergleichen ist strafbar und gilt im Verkehrsrecht als eine Ordnungswidrigkeit.

Alkohol und Drogen in der Probezeit

Bei Fahranfängern, die sich noch in der Probezeit befinden, gelten besondere Regeln. In den ersten zwei Jahre bis
zur Vollendung des 21. Lebensjahres gilt die Null-Promillegrenze. Liegt dagegen ein Verstoß vor, sind folgende Strafen vorgesehen:

250 Euro Bußgeld
1 Punkt in Flensburg
verpflichtende Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger
Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre

Wenn der Wert der Promille über der 0,5 Grenze liegt, gelten die gleichen Strafen für Alkoholverstöße, wie für
alle anderen Verkehrsteilnehmer nach dem Bußgeldkatalog. Beim Verstoß mit Drogen beim Autofahren gelten die gleichen Strafen wie für andere Fahrer. Weitere Bestrafungen sehen wie folgt aus:

Probezeitverlängerung um zwei Jahre, Teilnahme an einem Aufbauseminar
kostenpflichtige Verwarnung, verkehrspsychologische Beratung (freiwillig)
Entzug der Fahrerlaubnis

Sperrfristverkürzung:

Führerscheinentzug durch Alkohol im Straßenverkehr, danach verhängt das Gericht eine Sperrfrist. Vor Ablauf der
Sperrfrist darf kein neuer Antrag beantragt werden, das dauert oft mehrere Jahre. Die Strafe für
Alkohol im Straßenverkehr kann gemindert werden, und zwar durch folgende Aktionen.

Nachschulungskurse
Verkehrstherapien
andere Schulungs- und Behandlungsangebote

Diese Maßnahmen werden ergriffen, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen. Es muss also nachgewiesen werden, dass die charakterlichen Mängel beseitigt wurden. Eine Sperrfristverkürzung von ca. zwei Monaten wäre dadurch möglich.

Bei weiterem Interesse folgen Sie dem Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Blutalkoholkonzentration

Es grüßt – Derblitzeranwalt.com